Short-Call
Short-Call
Short-Call: Die Grundlagen im Trading
Der Begriff Short-Call beschreibt eine spezielle Strategie im Bereich Optionenhandel. Dabei verkauft ein Trader eine Call-Option, ohne diese selbst zu besitzen. Ziel ist es, von fallenden oder gleichbleibenden Kursen des Basiswerts zu profitieren.
Wie funktioniert ein Short-Call?
Beim Short-Call erhält der Verkäufer der Option eine Prämie vom Käufer. Im Gegenzug verpflichtet sich der Verkäufer, den Basiswert zum vereinbarten Preis zu liefern, falls der Käufer die Option ausübt. Steigt der Kurs des Basiswerts über den Ausübungspreis, drohen dem Verkäufer Verluste. Bleibt der Kurs darunter, behält der Verkäufer die Prämie als Gewinn.
Risiken und Chancen beim Short-Call
Ein Short-Call birgt ein hohes Risiko. Steigt der Kurs des Basiswerts stark, können die Verluste für den Verkäufer unbegrenzt sein. Die maximale Gewinnchance ist dagegen auf die erhaltene Prämie begrenzt. Daher eignet sich diese Strategie eher für erfahrene Trader, die das Risiko genau einschätzen können.
Beispiel für einen Short-Call
Ein Trader verkauft einen Short-Call auf die Aktie eines Unternehmens mit einem Ausübungspreis von 100 Euro. Die Prämie beträgt 5 Euro pro Aktie. Bleibt der Kurs unter 100 Euro, behält der Trader die Prämie. Steigt der Kurs auf 110 Euro, muss der Trader die Aktie für 100 Euro liefern, obwohl sie am Markt 110 Euro kostet. Der Verlust beträgt dann 5 Euro (Kursverlust) abzüglich der erhaltenen Prämie.
Wann ist ein Short-Call sinnvoll?
Ein Short-Call lohnt sich, wenn der Trader erwartet, dass der Kurs des Basiswerts nicht steigt. Besonders in seitwärts laufenden oder leicht fallenden Märkten kann diese Strategie sinnvoll sein. Wichtig ist, das Risiko immer im Blick zu behalten und gegebenenfalls mit anderen Strategien abzusichern.